Lesung in der Zentralbibliothek Bremen – ein schöner Erfolg!

Zentralbibliothek Bremen (Foto und Bearbeitung Christian Winterstein 2021)

Zentralbibliothek Bremen (Foto und Bearbeitung Christian Winterstein 2021)

Wer waren Otto und Elise Hampel? in der Krimi-Bibliothek der Zentralbibliothek Bremen war ein schöner Erfolg! Die Veranstaltung am 8. Februar war bis auf den letzten Platz besetzt. Das Veranstaltungsmanagement der Bibliothek hatte ganze Arbeit geleistet und für einen wundervollen Rahmen gesorgt. Spannend war mitzubekommen, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer, um die 30 an der Zahl, offenbar ein feines Gespür auch für die absurden und komischen Stellen in Jeder stirbt für sich allein hatten, die Fallada selbst oder gerade in einem so schweren Kapitel wie Der letzte Weg eingebaut hatte. Dass diese Zwischentöne für das Publikum erlebbar wurden, war das Verdienst meines Kollegen Wilhelm Holthus, der die Fallada-Passagen wieder sehr anschaulich vortrug: am Ende verdienter Applaus eines zufriedenen Publikums.

Lesung in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung – eine ermutigende Resonanz!

Dorotheenstädtische Buchhandlung Moabit.

Dorotheenstädtische Buchhandlung (Foto Christian Winterstein 2023)

Die Atmosphäre in der bis auf den letzten Platz besetzten Kunststätte Dorothea war erwartungsvoll, als Wilhelm Holthus und ich am Freitag, den 24. November, kurz nach 20:00 Uhr mit unserer dialogisch-szenischen Lesung begannen: „Wer waren Otto und Elise Hampel?“

„Lesung in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung – eine ermutigende Resonanz!“ weiterlesen

Wer waren Otto & Elise Hampel? – eine dialogisch-szenische Lesung mit Christian Winterstein und Wilhelm Holthus

Ausschnitt einer fotografischen Reproduktion eines überlieferten Hampel-Flugzettels (Foto vom Foto Christian Winterstein 2018)

Ausschnitt einer fotografischen Reproduktion eines überlieferten Hampel-Flugzettels (Foto vom Foto Christian Winterstein 2018)

Über die Menschen des Arbeiterwiderstands im Nationalsozialismus beziehungsweise des »Widerstands von unten« ist wenig bekannt. Eine Ausnahme bilden Otto und Elise Hampel. Über ihre Widerstandsaktivitäten gibt es sowohl Gestapo- und Nazijustizakten als auch deren literarische Verarbeitung durch Hans Fallada in seinem 1947 posthum erschienenen Roman »Jeder stirbt für sich allein«.

Wilhelm Holthus und ich lesen Auszüge aus den Nazijustizakten zum Fall Hampel als auch Textpassagen aus Falladas Roman. Das dialogische Prinzip der Gegenüberstellung der historischen Dokumente mit den Romanpassagen schafft dabei einen informativen und spannungsreichen Zugang zum Fall. Beide Zugriffsweisen ergänzen sich: Wo die Akten keine oder nur sehr spärliche Informationen liefern, füllt Fallada bestehende Leerstellen mit seinen schriftstellerischen Mitteln. Dabei gelingt es ihm sehr überzeugend, ein Sittenbild der Gesellschaft zur Zeit des Nationalsozialismus zu zeichnen. Es gibt sowohl Übereinstimmungen als auch Abweichungen zwischen den historisch belegten Fakten und der literarischen Verarbeitung.

Angesichts aktuell zunehmender nationalistischer und rechtsextremer Tendenzen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft ergibt sich aus der Auseinandersetzung mit dem »Fall Hampel« nicht zuletzt auch die Frage, welche Ermutigung von deren Widerstandsaktivitäten für uns heute ausgehen kann.

Dialogisch-szenische Lesung »Wer waren Otto und Elise Hampel?«  mit Christian Winterstein und Wilhelm Holthus am 24. November 2023 um 20:00 Uhr in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung (Kunststätte Dorothea), Turmstraße 5 in 10559 Berlin (M10, Haltestelle Kriminalgericht Moabit).

www.dorotheenstaedtische.de/event/jeder-stirbt-fuer-sich-allein/#more-511

Wer waren Otto & Elise Hampel? – eine szenische Lesung mit Christian Winterstein

Ausschnitt einer fotografischen Reproduktion eines überlieferten Hampel-Flugzettels (Foto vom Foto Christian Winterstein 2018)

Ausschnitt einer fotografischen Reproduktion eines überlieferten Hampel-Flugzettels (Foto vom Foto Christian Winterstein 2018)

Die von mir konzipierte Lesung beleuchtet die Berliner Widerstandskämpfer und ihren Kampf gegen die Nazi-Diktatur aus der Perspektive der überlieferten Gestapo- und Nazijustiz-Akten und aus der Perspektive der literarischen Verarbeitung ihres Schicksals im Roman Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada (posthum 1947 erschienen). Die wechselseitige Gegenüberstellung der Inhalte aus den historischen Dokumenten und der Romanpassagen sorgt für einen informativen und spannenden Abend zugleich.

Hans-Fallada-Haus,

Falladaring 10,

15366 Neuenhagen bei Berlin.

Donnerstag, den 21. Juli 2022, 18:00 Uhr.

Weitere Informationen:

https://bibliothek-neuenhagen.de/Informationen/Hans-Fallada-Haus

Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen!

Treppenhaus Anna-Ditzen-Bibliothek

Anna-Ditzen-Bibliothek Neuenhagen (Foto Reno Engel 2021)

Ein Kuratorengespräch.

Für alle Interessierten biete ich ein Kuratorengespräch an und gehe dabei auf Form und Inhalt der ausgestellten fotografischen Reproduktionen der Postkarten und Flugzettel ein.

Anna-Ditzen-Bibliothek Neuenhagen. Hauptstraße 2 in 15366 Neuenhagen.

6.11.21 von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen!

Anna-Ditzen-Bibliothek (Foto Reno Engel 2021)

Anna-Ditzen-Bibliothek Neuenhagen (Foto Reno Engel 2021)

Ein Kuratorengespräch.

Für alle Interessierten biete ich ein Kuratorengespräch an und gehe dabei auf Form und Inhalt der ausgestellten fotografischen Reproduktionen der Postkarten und Flugzettel ein.

Anna-Ditzen-Bibliothek Neuenhagen. Hauptstraße 2 in 15366 Neuenhagen.

2.10.21 von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen!

Anna-Ditzen-Bibliothek (Foto Reno Engel 2021)

Anna-Ditzen-Bibliothek Neuenhagen (Foto Reno Engel 2021)

Ein unscheinbares Arbeiterehepaar aus Berlin legte zwischen 1940 und 1942 in Treppenhäusern und Briefkästen Postkarten und Flugzettel ab, in denen es zur Beseitigung des Nazi-Regimes und zur Beendigung des Krieges aufrief. Otto und Elise Hampel wurden bei einer Kartenablage beobachtet, denunziert und 1943 mit dem Fallbeil hingerichtet. War ihr Widerstand umsonst? Was können wir von ihnen lernen? Eine Wanderausstellung, die fotografische Reproduktionen der überlieferten Untergrundschriften in den Mittelpunkt stellt, diese zeitgeschichtlich einordnet und den Widerstand der Hampels würdigt.

Anna-Ditzen-Bibliothek Neuenhagen. Hauptstraße 2 in 15366 Neuenhagen.

09 – 12/21

Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen! Zwischenbilanz einer Wanderausstellung

Profilfotografien von Otto und Elise Hampel in der Galerie vom Kulturverein Feldberger Land e.V. (Foto Christian Winterstein 2019)

Profilfotografien von Otto und Elise Hampel in der Galerie vom Kulturverein Feldberger Land e. V. (Foto Christian Winterstein 2019)

Erschienen im „Salatgarten“, der Halbjahresschrift der Hans-Fallada-Gesellschaft e. V. Feldberger Seenlandschaft.

Der Artikel resümiert die Erfahrungen und Erkenntnisse, die aus den einzelnen Veranstaltungsorten seit 2017 mit Blick für die zukünftige kuratorische Betreuung gewonnen werden konnten.

https://fallada.de/wp-content/uploads/Salatgarten_02_2019.pdf

Mit Hans Fallada auf den Spuren von Otto und Elise Hampel

Gedenkstele für Otto und Elise Hampel (Foto Christian Winterstein 2019)

Gedenkstele für Otto und Elise Hampel am Rathaus Wedding (Foto Christian Winterstein 2019)

Ein Stadtspaziergang, der zu den Adressen führt, an denen das Arbeiterehepaar Hampel zwischen 1940 und 1942 seine selbstverfassten Postkarten und Flugblätter gegen das Nazi-Regime ablegte: Müllerstraße, Nazarethkirchstraße, Turiner Straße, Amsterdamer Straße und Brüsseler Straße. Wie sah es rund um die Müllerstraße in den vierziger Jahren aus? Wer wohnte dort? Eine Zeitzeugin, die die Hampels kannte, kommt zu Wort. Was stand in den Widerstandsschriften? Ich zitiere Dokumente aus der überlieferten Gestapo- und Nazijustiz-Akte und lese Textpassagen aus Jeder stirbt für sich allein. In diesem Roman, der 1947 erschien, verarbeitete Hans Fallada das Schicksal der Hampels literarisch. Der Spaziergang beginnt in der Schiller-Bibliothek. Er endet an der Gedenkstele für die Hampels am Rathaus Wedding. Was können wir von den Hampels lernen? lautet die abschließende Frage.

Der Stadtspaziergang hat das Ziel, die Erinnerung an Otto und Elise Hampel wachzuhalten und ihre Geschichte an alle, die sich für sie interessieren, insbesondere junge Menschen, weiterzugeben.

Die Gesamtdauer der Veranstaltung beträgt gut 90 Minuten. Der Spaziergang hat eine Länge von zwei Kilometern, umfasst 12 Stationen und ist für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu bewältigen.