Kommunikation auf Mauern – Zeichen, Parolen und Bilder in der Bremer Bahnhofsvorstadt

Losung: 1917 - 2017 Revolution statt Krieg (Foto Christian Winterstein 2017)

Losung: 1917 – 2017 Revolution statt Krieg (Foto Christian Winterstein 2017)

Das Eigenwillige, Widerständige, Provozierende, Irritierende und Politische an Graffitis interessiert mich. Gibt es solche in der Bremer Bahnhofsvorstadt? An einem Ort, der zunehmend seine Schmuddelecken verliert und architektonisch durchgestylt wird? Vor allen Dingen ist die Bremer Bahnhofsvorstadt ein Konsumbezirk, der von Zeichen der Werbung vereinnahmt wird. Proben die tags hiergegen den Aufstand und entfalten ihr subversives Potential im Sinne eines „Anti-Diskurses“ (Jean Baudrillard 1978: Kool Killers oder der Aufstand der Zeichen)? Stellen sie die öffentliche Ordnung (der Zeichen) in Frage? Wie steht es mit Street-Art und „künstlerischen Graffitis“ wie den Wandbildern? Gibt es sie in der Bremer Bahnhofsvorstadt? Passen sie sich dem beliebigen und langweiligen Design der Stadt an, indem sie in die konventionelle Zeichen- und Bildsprache von Politik, Kunst und Kommerz aufgehen, oder bewahren sie sich ihren gesellschaftskritischen, widerborstigen, bissigen und sarkastischen Protest?

Lassen sich Prozesse der Kommunikation zwischen einzelnen Graffiti-Aufträgen und zwischen Graffiti-Aufträgen und der Umgebung identifizieren? Falls zutreffend, welche Formen politischer Kommunikation auf den Häuser- und Toilettenwänden der Bahnhofsvorstadt kann man ablesen?

Durchstreifen wir also die Bremer Bahnhofsvorstadt – mit Notizblock, Bleistift und Fotokamera!

Ein mehrjähriges Ausstellungs- und Buchprojekt.

Berlin kaputt – Polit-Parolen von 1945 bis 1946

Foto: Landesarchiv Berlin, F_Rep_290_0006258/Fotograf Otto Martens

(Foto: Landesarchiv Berlin, F Rep. 290 Nr. 00006258/Fotograf: Otto Martens)

Ein Ausstellungsprojekt über politische Parolen in Berlin von 1945 bis 1946. Diese waren in den zerstörten Straßen auf Tafeln und Häuserwänden angebracht. Sie weisen einen spezifisch propagandistischen Charakter auf. Die zerstörte Stadtlandschaft umrahmt dies eindrucksvoll. Die Parolen fordern zum Durchhalten auf, sie warnen, erinnern, mahnen, belehren, werben für eine politische Richtung und wollen offensichtlich eine erzieherische Wirkung erzielen. Sie dokumentieren einen dramatischen Übergang von der Schlacht um Berlin 1945 bis zur ersten Nachkriegswahl 1946.

Neukölln-Graffiti – Parolen aus einem Berliner Kiez

Parole "Wir wollen mehr Liebe!" (Foto Christian Winterstein 2013)

Parole „Wir wollen mehr Liebe!“ (Foto Christian Winterstein 2013)

Eine Fotodokumentation, die eine Sammlung von Schriftzügen und Zeichen mit politischem Inhalt – Polit-Graffiti – sowie Äußerungen der Parolenschreiber zum Leben und zur Welt zum Gegenstand hat. Die Aufnahmen stammen aus Nord-Neukölln aus dem Zeitraum zwischen September und Dezember 2013. Neukölln hat schöne und hässliche Ecken. In ihm leben schöne und hässliche Menschen. Seine Mauern tragen schöne und hässliche Parolen – die zum Nachdenken anregen, provozieren und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.  In der Fotodokumentation sind sie nach Themen-Schwerpunkten geordnet.

Kunstraum Lucella Mannino

Hobrechtstraße 12

12047 Berlin

06 – 10/14

48 Stunden Neukölln 2014: Courage

2013 Neukölln-Graffiti – Parolen aus einem Berliner Kiez - Foto: Christian Winterstein

Neukölln-Graffiti – Parolen aus einem Berliner Kiez

Eine Fotodokumentation, die eine Sammlung von Schriftzügen und Zeichen mit politischem Inhalt – Polit-Graffiti – sowie Äußerungen der Parolenschreiber zum Leben und zur Welt zum Gegenstand hat. Die Aufnahmen stammen aus Nord-Neukölln aus dem Zeitraum zwischen September und Dezember 2013. Neukölln hat schöne und hässliche Ecken. In ihm leben schöne und hässliche Menschen. Seine Mauern tragen schöne und hässliche Parolen – die zum Nachdenken anregen, provozieren und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.  In der Fotodokumentation sind sie nach Themen-Schwerpunkten geordnet.

Kunstraum Lucella Mannino

Hobrechtstraße 12

12047 Berlin

06/14