Berlin kaputt – Polit-Parolen von 1945 bis 1946

Foto: Landesarchiv Berlin, F_Rep_290_0006258/Fotograf Otto Martens

(Foto: Landesarchiv Berlin, F Rep. 290 Nr. 00006258/Fotograf: Otto Martens)

Von den letzten Kämpfen im Zweiten Weltkrieg bis zur ersten Nachkriegswahl erlebte Berlin eine dramatische Zeit. Die Ausstellung zeigt Fotografien von politischen Parolen aus den Jahren 1945 und 1946, die damals in den zerstörten Straßen der Stadt zu sehen waren: auf Tafeln oder Häuserwänden. Deutlich wird ihr propagandistischer Charakter: Sie warnen und fordern zum Durchhalten auf. Sie erinnern, mahnen und belehren. Sie wollen eine erzieherische Wirkung erzielen und werben für eine politische Richtung. Das Bildmaterial stammt aus dem Landesarchiv Berlin und ist in seiner eigens für die Ausstellung in der Zentralbibliothek Bremen konzipierten Zusammenstellung einmalig. Die Ausstellung fragt nach der Herkunft dieser Parolen und stellt sie in den Zusammenhang der unmittelbaren Nachkriegszeit. Die zerstörte Stadtlandschaft auf den Bildern fasziniert zunächst. Vor allem aber macht sie uns eindrücklich deutlich, wohin nationalistisches und rechtsradikales Gedankengut führt. Insofern ist „Berlin kaputt – Polit-Parolen von 1945 bis 1946“ auch eine Mahnung für unsere Gegenwart.

Zentralbibliothek Bremen

Am Wall 201 in 28195 Bremen

06.05.-27.07.2021

https://www.stabi-hb.de/termine/berlin-kaputt-polit-parolen-von-1945-bis-1946

Kommunikation auf Mauern – Zeichen, Parolen und Bilder in der Bremer Bahnhofsvorstadt

Losung: 1917 - 2017 Revolution statt Krieg (Foto Christian Winterstein 2017)

Losung: 1917 – 2017 Revolution statt Krieg (Foto Christian Winterstein 2017)

Das Eigenwillige, Widerständige, Provozierende, Irritierende und Politische an Graffitis interessiert mich. Gibt es solche in der Bremer Bahnhofsvorstadt? An einem Ort, der zunehmend seine Schmuddelecken verliert und architektonisch durchgestylt wird? Vor allen Dingen ist die Bremer Bahnhofsvorstadt ein Konsumbezirk, der von Zeichen der Werbung vereinnahmt wird. Proben die tags hiergegen den Aufstand und entfalten ihr subversives Potential im Sinne eines „Anti-Diskurses“ (Jean Baudrillard 1978: Kool Killers oder der Aufstand der Zeichen)? Stellen sie die öffentliche Ordnung (der Zeichen) in Frage? Wie steht es mit Street-Art und „künstlerischen Graffitis“ wie den Wandbildern? Gibt es sie in der Bremer Bahnhofsvorstadt? Passen sie sich dem beliebigen und langweiligen Design der Stadt an, indem sie in die konventionelle Zeichen- und Bildsprache von Politik, Kunst und Kommerz aufgehen, oder bewahren sie sich ihren gesellschaftskritischen, widerborstigen, bissigen und sarkastischen Protest?

Lassen sich Prozesse der Kommunikation zwischen einzelnen Graffiti-Aufträgen und zwischen Graffiti-Aufträgen und der Umgebung identifizieren? Falls zutreffend, welche Formen politischer Kommunikation auf den Häuser- und Toilettenwänden der Bahnhofsvorstadt kann man ablesen?

Durchstreifen wir also die Bremer Bahnhofsvorstadt – mit Notizblock, Bleistift und Fotokamera!

Ein mehrjähriges Ausstellungs- und Buchprojekt.

Neukölln-Graffiti – Parolen aus einem Berliner Kiez

Schriftzug "1933-1945 DU BIST STOLZ AUF DEUTSCHLAND?" (Foto Christian Winterstein 2013)

Schriftzug „1933-1945 DU BIST STOLZ AUF DEUTSCHLAND?“ (Foto Christian Winterstein 2013)

Eine Fotodokumentation, die eine Sammlung von Schriftzügen und Zeichen mit politischem Inhalt – Polit-Graffiti – sowie Äußerungen der Parolenschreiber zum Leben und zur Welt zum Gegenstand hat. Die Aufnahmen stammen aus Nord-Neukölln aus dem Zeitraum zwischen September und Dezember 2013. Neukölln hat schöne und hässliche Ecken. In ihm leben schöne und hässliche Menschen. Seine Mauern tragen schöne und hässliche Parolen – die zum Nachdenken anregen, provozieren und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.  In der Fotodokumentation sind sie nach Themen-Schwerpunkten geordnet.

Helene-Nathan-Bibliothek

Neukölln-Arcaden

Karl-Marx-Straße 66

12043 Berlin

04-06/15

Neukölln-Graffiti – Parolen aus einem Berliner Kiez

Parole "Wir wollen mehr Liebe!" (Foto Christian Winterstein 2013)

Parole „Wir wollen mehr Liebe!“ (Foto Christian Winterstein 2013)

Eine Fotodokumentation, die eine Sammlung von Schriftzügen und Zeichen mit politischem Inhalt – Polit-Graffiti – sowie Äußerungen der Parolenschreiber zum Leben und zur Welt zum Gegenstand hat. Die Aufnahmen stammen aus Nord-Neukölln aus dem Zeitraum zwischen September und Dezember 2013. Neukölln hat schöne und hässliche Ecken. In ihm leben schöne und hässliche Menschen. Seine Mauern tragen schöne und hässliche Parolen – die zum Nachdenken anregen, provozieren und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.  In der Fotodokumentation sind sie nach Themen-Schwerpunkten geordnet.

Kunstraum Lucella Mannino

Hobrechtstraße 12

12047 Berlin

06 – 10/14

48 Stunden Neukölln 2014: Courage

2013 Neukölln-Graffiti – Parolen aus einem Berliner Kiez - Foto: Christian Winterstein

Neukölln-Graffiti – Parolen aus einem Berliner Kiez

Eine Fotodokumentation, die eine Sammlung von Schriftzügen und Zeichen mit politischem Inhalt – Polit-Graffiti – sowie Äußerungen der Parolenschreiber zum Leben und zur Welt zum Gegenstand hat. Die Aufnahmen stammen aus Nord-Neukölln aus dem Zeitraum zwischen September und Dezember 2013. Neukölln hat schöne und hässliche Ecken. In ihm leben schöne und hässliche Menschen. Seine Mauern tragen schöne und hässliche Parolen – die zum Nachdenken anregen, provozieren und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.  In der Fotodokumentation sind sie nach Themen-Schwerpunkten geordnet.

Kunstraum Lucella Mannino

Hobrechtstraße 12

12047 Berlin

06/14

Neukölln-Graffiti – Parolen aus einem Berliner Kiez

Losung "NEUKÖLLN BLEIBT DRECKIG" (Foto Christian Winterstein 2013)

Losung „NEUKÖLLN BLEIBT DRECKIG“ (Foto Christian Winterstein 2013)

Eine Fotodokumentation, die eine Sammlung von Schriftzügen und Zeichen mit politischem Inhalt – Polit-Graffiti – sowie Äußerungen der Parolenschreiber zum Leben und zur Welt zum Gegenstand hat. Die Aufnahmen stammen aus Nord-Neukölln aus dem Zeitraum zwischen September und Dezember 2013. Neukölln hat schöne und hässliche Ecken. In ihm leben schöne und hässliche Menschen. Seine Mauern tragen schöne und hässliche Parolen – die zum Nachdenken anregen, provozieren und der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.  In der Fotodokumentation sind sie nach Themen-Schwerpunkten geordnet.

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